Unsere Tiere

Auf dieser Seite findet ihr eine Auflistung unserer Tiere, sowie eine kleine Auswahl an Tierschicksalen die wir laufend erweitern werden. Es lohnt sich also öfters auf dieser Seite vorbeizuschauen und mehr über unsere Tiere zu erfahren...

 

DIESE WOCHE:     ARAMIS' GESCHICHTE

Tiere in Not / tierische Schicksale...

ARAMIS

 

Eine Freundin von uns arbeitete auf einer grossen Trabrennbahn in Trois-Rivières, 1 Stunde von uns entfernt. Auf solchen Rennbahnen geht es oft sehr herzlos zu und her. Pferde werden dort als reine Geldanlagen betrachtet und wenn sie sich finanziell nicht rentieren, werden sie einfach abgeschoben, sprich zum Schlachter gebracht. Eines Tages kam unsere Freundin sehr niedergeschlagen zu uns nach Hause und erzählte, dass diese Woche 80 Pferde ausgemustert wurden und bald auf einen langen und quälenden Schlachttransport gesannt werden würden. Wer schon davon gehört hat, welche schrecklichen, tagelangen Transporte Schlachtpferde in Kanada zurücklegen müssen, kann verstehen, dass wir am liebsten alle 80 Pferde gerettet hätten. Doch dies hätte unsere Kapazität bei weiten überstiegen und so entschieden wir uns dazu, zumindest 2 Pferde bei uns aufzunehmen.
Die Pferde befanden sich in einem erbärmlichen Zustand und keiner kümmerte sich um sie! Diese ausgemusterten Rennpferde und Jungpferde ohne Erfolgschancen, die ehemals gehätschelt und gepflegt worden waren, standen nun auf einem Grundstück zusammengepfercht und warteten in knietiefem Schlamm auf ihr Schicksal. Sie wurden kaum gefüttert und einige Pferde hatten bereits an Gewicht verloren. Da sich die Pferde nicht kannten und die meisten von ihnen auch noch Hufeisen trugen, wiesen viele Pferde Verletzungen auf. Diese waren durch Rangordnungskämpfe und das angstvolle herumrennen der Pferde entstanden. Doch niemand kümmerte sich um ihre offenen Wunden und aus vielen rann der Eiter. Aramis
 war einer von ihnen, denn er hatte eine grosse eitrige Beinwunde.
Man sagte uns das Aramis 3 Jahre alt und noch nie ein Rennen gelaufen sei, da er sich beim Training steht's sehr unkooperativ anstellte und deshalb nicht für die Rennbahnkarriere taugte. Dies wäre sein Todesurteil gewesen!
Die erste Zeit mit Aramis war nicht ganz einfach, denn er liess sich überhaupt nicht einfangen oder anhalftern und auch beim verarzten der Wunde war er wenig kooperativ. Doch wir merkten schnell, dass Aramis ein äusserst aufgewecktes, neugieriges Pferd war, das über eine aussergewöhnlich hohe Intelligenz verfügt. Kein Wunder hatte er seine ehemaligen Trainer ausgetrickst!
Heute ist Aramis bereits über 10 Jahre bei uns fester Bestandteil unserer Herde. Dank seines selbstbewussten Wesens und seiner hohen Intelligenz, steht er ganz oben in der Rangordnung der Herde. Wir haben ihn in der Zwischenzeit sanft zugeritten und er lässt sich nun ohne Probleme und sehr willig "einfangen", wenn wir zu ihm auf die Weide kommen. Beim Reiten läuft Aramis wie viele Traber fast nur im Passgang, was so manchen Reiter ordentlich herausfordert. Ausserdem ist und bleibt unser Aramis ein echtes Schlitzohr! Er hat so manchen Schabernack im Kopf und kann nur von geübten und sattelfesten Reitern geritten werden, da er gerade im Gelände immer mal wieder einen grossen Bocksprung macht. Ausserdem kann er sich furchtbar über die kleinste Mücke aufregen - wie gut dass es in Québec so lange Winter hat! Aus diesen Gründen wird Aramis in erster Linie von unseren Praktikanten geritten und weniger beim therapeutischen Reiten eingesetzt. Aber was soll's, wir lieben ihn trotzdem und Aramis ist fester Bestandteil unserer Familie.

 

Tiere die mit uns zusammen leben

Stand Februar 2017

  • Pferde (34)
  • Ponys (5)
  • Esel (4)
  • Maultiere (2)
  • Kühe (4)
  • 11 Zwergschweine
  • Lamas (4)
  • Alpakas (75)
  • Ziegen (6)
  • Hunde (12)
  • Katzen (13)
  • Meerschweinchen (5)
  • Kaninchen (2)
  • Hühner (45)
  • Enten (8)
  • Pfauen (2)

Abgesehen von unseren Appenzeller Sennenhunden, den Canadien Horses und den meisten Alpakas, stammen 90% unserer Tiere vom Schlachter/Todestrakt  oder wurden von uns vom Tierschutz übernommen.
Einige sind so pflegebedürftig, dass sie den Rest ihres Lebens bei uns verbringen werden, andere werden von uns an gute Lebensplätze platziert. Jedoch erst nachdem sie von uns rehabilitiert, geimpft und kastriert wurden, und in den Genuss einer guten Grunderziehung gekommen sind.